Apr
Lightroom schneller machen / Optimierung
Jackpot, die Tage war es dann auch bei mir einmal so weit: der Katalog von Lightroom hat sich zerschossen (oder wurde von mir zerschossen). Ein nächtelanger Prozess um ca. 40.000 Fotos der letzten Jahre neu zu katalogisieren als auch ein etwas entnervter Anwender (meiner einer) war die unweigerliche Folge dessen.
Nun stellt man sich als Anwender schon automatisch die Frage wie sich derartige Szenarios künftig vermeiden lassen und Lightroom insgesamt Beine machen kann.
Da ich mich bisher wenig um das Thema Lightroom und Optimierung gekümmert habe (es lief bisher konstant ohne große Probleme), aber doch wohl schon der ein oder andere vor mir nicht vor dem Problem gefeit war – lieferten mir einige Blogs und Webseiten sehr nützliche Tipps und Anlaufpunkte, welche ich euch hier vorstellen möchte.
1. Änderungen automatisch in XMP speichern (deaktivieren)
Auf dem Blog Lightroom-Tutorial.de wird beschrieben, dass man durch die Deaktivierung der Funktion “Änderungen automatisch in XMP speichern” einen deutlichen Leistungsschub erreichen kann. Ein XMP-File ist eine kleine Export-/Import-Datei und Informationen wie Weißabgleich, Helligkeits- und Farbeinstellungen enthält und wird zu jedem Bild separat angefertigt, sodass man das Foto beispielsweise mit identischen Einstellungen direkt in Photoshop über den Camera Raw Konverter öffnen kann.
Der Haken daran: die Änderungen werden nur noch intern in die Lightroom-Datenbank abgelegt und sind ohne separates Speichern für andere Anwendungen nutzlos
2. Schnellere Ansichten
Gerade nach einem Shooting macht es bei der Sichtung seiner Fotos Sinn, sich nicht nur von den kleinen Ansichten leiten zu lassen, sondern diese auch einmal bei 100% Ansicht zu betrachten. Hier wird Lightroom teilweise nervig, wenn man 200 mal mit einem “Vorschau wird gerendert” vertröstet wird.
Wer also häufig in seinen Fotos zoomt oder sie auf 100% betrachten möchte, soll der Tipp Abhilfe schaffen unter “Katalog > Dateihandhabung” die Standardvorschaugröße auf 1440 Pixel oder höher einstellt. Darüber hinaus lässt sich das noch erweitern in dem Lightroom angewiesen wird “1:1 Vorschauen automatisch verwerfen” auf “nie” gestellt wird. Vorausgesetzt ihr habt eine entsprechend große Festplatte zur Verfügung, denn die Datenbank für diese Vorschaubilder kann sehr schnell auf mehrere Gigabyte anschwillen.
3. RAW-Bearbeitung beschleunigen
Die Lightroom-Entwickler haben mitgedacht, sodass man auch in die RAW-Bearbeitung eingreifen kann. So lässt sich unter den Voreinstellungen bei Dateiverwaltung, die “Camera Raw Cache-Einstellungen” ändern. Als Speicherort einfach eine entsprechend große und schnelle Festplatte festlegen und setzt die “Maximale Größe” hoch.
Nach diesen Änderungen bleiben die Einstellungen länger im Cache und beim erneuten Bearbeiten von RAW-Dateien beschleunigt sich der Aufbau.
4. Lightroom-Kataloge aufteilen
Ein weiter Tipp der durchaus Sinn machen kann und auf vielen Blogs beschrieben wird (z.Bsp. bei Markus von nachbelichtet), ist es den Standard-Katalog von Lightroom in mehrere Kataloge aufzuteilen. Da Lightroom als Background eine recht einfach gehaltene SQLite Datenbankstruktur benutzt (welche nicht sonderlich durch Performance glänzt) ist es praktisch schon vorprogrammiert, dass mit zunehmenden Datenaufkommen auch die Performance darunter leiden muss.
5. Lightroom-Kataloge regelmäßig optimieren lassen
Wer viele Bilddaten in seiner Datenbank hat und regelmäßig bearbeitet oder Bilder herausnimmt / löscht, fragmentiert die Datenbank im Hintergrund unvermeidlich. Durch regelmäßiges Optimieren (nichts Anderes als eine Neustrukturierung der DB innerhalb von Lightroom) kann man die auftretenden Performance-Verluste durch derart Fragmentierungen vermeiden.
6. Performance-Schub durch SSD Festplatten /-Technologie
Solche Solid State Disks (SSD) zeichnen sich vor allem durch extrem kurze Zugriffszeiten aus, sodass sie dem gesamten System einen unglaublichen Performance-Schub geben können. Derzeit sind diese noch verhältnismäßig teuer in der Anschaffung.
Habt ihr noch nützliche, hilfreiche Tipps?
Wenn ja, immer her damit.
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Mein Tipp: Die Backup-Funktion von Lightroom regelmässig nutzen, damit man nicht bei null anfängt, wenn der Katalog kaputt geht.
Überhaupt ist ein Backup eine lohnenswerte Überlegung… :)